Wie können Content Ideen priorisiert werden?

„Casanova!“ – „Geliebte!“ – „Ich hatte mein Fenster offen gelassen.“ – „Geliebte, es gibt so viele Fenster und so wenig Zeit!“

Mein absolutes Lieblingszitat aus Casanova! Noch dazu beschreibt es unseren Zustand in der Redaktion nur allzu oft. Einmal in der Woche setzten wir uns alle für ein Redaktionsmeeting zusammen. Es dauert in der Regel nicht lange, bis der Erste eine neue Beitragsidee vorschlägt und damit uns allen den Startschuss für kreative Ausuferungen gibt. Für die nächste halbe Stunde ist unsere gesamte Aufmerksamkeit auf euphorisches Philosophieren und Fantasieren gerichtet. Wie Kinder, die endlich ins Bällebad springen dürfen! Irgendwann muss uns unser Content Manager Reik zur Raison rufen, auch wenn ihm die Rolle des Spielverderbers merklich gegen den Strich geht. Er weiß um eine Tatsache, die uns Autoren zwar irgendwie bewusst ist, doch die wir nur allzu gerne ignorieren: Für jede Beitragsidee gibt es einen richtigen Zeitpunkt! Sicherlich ist jede Idee ist wertvoll und kann sich nach ausgiebiger Recherche zur nächsten heißen Story entwickeln. Jedoch muss diese auch in den großen Rahmen des Blogs passen, sodass den Lesern ein einheitliches Gesamtbild präsentiert wird. Ideen sollten also, da hat Reik nun mal recht, priorisiert werden. Nach welchen Kriterien diese Priorisierung vorgenommen werden kann, habe ich euch hier zusammengestellt.

Das übergeordnete Ziel: deine Content Strategie!

Eure neuesten Content-Ideen sollten natürlich dem übergeordneten Ziel, eurer Content Marketing Strategie entsprechen. Sie legt fest, wie eure Inhalte geplant, erstellt und veröffentlicht werden, und strukturiert damit euer planmäßiges Vorgehen bei der Veröffentlichung der Inhalte. Mit ihr wird gewährleistet, dass jeder Content der Website optimal auf die Interessen eurer Zielgruppe abgestimmt ist. Noch dazu lassen sich Widersprüche leichter feststellen und vermeiden. Mein Kollege Dominik schrieb vor Kurzem einen sehr interessanten Beitrag über die . Diese lassen sich bereits hier in eurer Content Strategie festhalten. Erarbeitet möglichst breit aufgestellte Unterthemen, die evtl. sogar Probleme eurer Zielgruppe widerspiegeln.

Die Beantwortung der folgenden Fragen kann dir dabei helfen, deine individuelle Content Strategie festzulegen.

Welche Marketingziele verfolgst du mit deinen Inhalten?

Das Endziel ist es natürlich, deine Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen. Doch in den seltensten Fällen wird das ein einzelner Beitrag nicht leisten können. Möchtest du dich also als Experte auf dem Markt positionieren oder die Markenbindung deiner Kunden stärken?

Wer ist deine Zielgruppe?

Die Ermittlung deiner Zielgruppe ist ein konstanter Bestandteil im Marketingprozess. Ohne deren Definition wirst du mit deiner Marketing Kanone auf Spatzen schießen.

Wo triffst du auf deine Zielgruppe und wie ist ihr Informationsverhalten?

Eine Buyer Persona wird dir dabei helfen, die Präferenzen deiner Zielgruppe zu ermitteln. Konsumieren sie bevorzugt Inhalte, die wissenschaftlich oder emotional aufbereitet sind? Auf welchen Plattformen suchen sie diese Inhalte? Direkt auf einem Blog oder aber auf Social Media Kanälen?

Welche Formate bevorzugt deine Zielgruppe?

Die Beantwortung dieser Frage hilft dir dabei, Prioritäten richtig zu setzen und die Beziehung zu deinen Lesern zu stärken. Falls du feststellst, dass die meisten Interaktionen über Bildbeiträge generiert werden, gehe mehr auf dieses Medium ein. Dabei solltest du allerdings auch die richtige Balance finden: ein Überangebot senkt das Interesse deiner Leser!

Anhand welcher Kriterien möchtest du deine Erfolge messen?

Der ROI gibt dir Auskunft darüber, wie erfolgreich deine Inhalte sind. Da jedes Unternehmen jedoch Erfolg auf eine unterschiedliche Weise bewertet, müssen die Parameter zur Feststellung deiner Erträge klar festgelegt werden. Steht die Generierung von mehr Reichweite oder Conversions im Vordergrund?

Trends im Auge behalten

Es schadet nie über den eigenen Tellerrand hinauszusehen, schon gar nicht in Bezug auf euren Content. Um die maximale Aufmerksamkeit für eure Inhalte zu generieren, lohnt es sich, die eigene Zielgruppe gut im Auge zu behalten. Was interessiert sie und welche neuen Trends gibt es? Einen guten Hinweis darauf bieten Keywords. An deren Suchvolumen und dem dazugehörigen Cost per Click lässt sich die Nachfrage nach dem jeweiligen Thema ablesen. Ist der CPC eines Suchbegriffes verhältnismäßig hoch, muss auch dessen Nachfrage hoch sein. Versucht euch hier jedoch nicht von großen Zahlen verführen zu lassen, denn eine hohe Nachfrage ist kein Garant für viele Klicks. Die Konkurrenz ist hier besonders hoch und somit steigt die Gefahr, einen Beitrag zu erstellen, der aufgrund einer Flut an thematisch gleichen Beiträgen, in der Masse untergeht. Oft ist es daher sinnvoller, die eigenen Ideen anhand niedriger gerankten Keywords zu priorisieren.

Schaut euch zudem auch immer die zugehörigen Google Trends an, denn solltet ihr auf ein Keyword stoßen, dass sich gerade im Aufwärtstrend befindet, profitiert ihr von der steigenden Nachfrage durch mehr Besucher. Linkbird bietet mit dem LTV eine eigene hilfreich Kennzahl: den Linkbird Traffic Value. Unter der Annahme, dass etwa 15% des zu erwarteten Suchvolumens auf die Seite gelangt, berechnet er den potenziellen Wert des Traffics. Je nachdem welche Beitragsidee dann einen höheren Wert aufweist, kann sie früher oder später veröffentlicht, oder auch ganz verworfen werden. Bei uns im Tool findet ihr diese, und alle weiteren Kennzahlen wie Suchvolumen, CPC und die Google Trend Statistik vereint in unserem Keywordhunter. Probiert es doch mal selbst aus, indem ihr euch hier eine kostenlose Testversion anmeldet.

Die richtige Mischung macht’s!

Auch Content hat Saison! Je nach Jahreszeit, anstehenden Events oder aktueller Geschehnisse, können Inhalte der Aktualität nach priorisiert werden. Je aktueller und präsenter das Thema, desto höher die Nachfrage nach euren Inhalten. Um euch dabei nicht zu verzetteln, solltet ihr unbedingt auf einen ausgeklügelten Redaktionsplan zurückgreifen können. Dieser zeigt tabellarisch die Themen der kommenden Wochen, in großen Redaktionen bereits die der kommenden Monate. Darin könnt ihr die richtige Mischung aus Themen festlegen und jederzeit das große Ganze im Auge behalten. Das führt dazu, dass ihr eure Inhalte nur noch nach einem Kriterium priorisieren müsst: nach der Aktualität und dem damit einhergehenden Interesse eurer Zielgruppe! 

Zudem gibt euch ein ausgewogener Redaktionsplan einen weiteren entscheidenden Vorteil: Ihr gebt jedem Autor die Freiheit, Expertise basierend auf seinen individuellen Interessen zu erlangen. Natürlich sollte ein Autor dazu in der Lage sein, zum gesamten Oberthema zu schreiben. Doch sobald sich eine Neigung erkennen lässt, schenkt ihm die Freiheit diese auszuleben und zu erkunden. Die Qualität euerer Beiträge wird sich drastisch verbessern und nicht nur die Kredibilität des Autors, sondern die des gesamten Blogs wird es euch danken. Sobald sich mehrere Autoren zu Experten etabliert haben, fügen sich deren Beiträge perfekt in einen geclusterten Redaktionsplan ein. So ergibt sich ein organisches Gesamtbild und Content-Ideen, die nur einem Unterthema entsprechen, müssen nicht mehr verworfen werden!

Na, fandet ihr diesen Artikel hilfreich oder sind sogar Fragen entstanden? Dann hinterlasst uns doch gerne einen Kommentar!

Cassandra Nwosu

Cassandra unterstützt linkbirds Marketing Team als Redakteurin. Sie hat einen Faible für Social Media, Content Marketing und frische Texte, die Lust auf mehr machen.