Linkprofilbereinigung und Reconsideration Request – Die Experten der SEO-Agentur Second Elements klären auf

Linkbuilding hat schwere Zeiten hinter sich und womöglich auch noch vor sich. Verpönt, verkannt und dann doch wieder unverzichtbar. Die SEO-Branche ist schnelllebig und manchmal auch populistisch. Sie ist unberechenbar und jagt dabei im Grunde immer nur dem Ideal nach, im besten Sinne des Users zu handeln. Olga und Christoph von der Hamburger SEO-Agentur Second Elements können davon ein Lied singen. Linkprofil-Analysen und der Auf- und Abbau von Backlinks gehören für die beiden zum täglichen Geschäft. In unserem Interview teilen die Experten nützliche Tipps und Tricks aus ihrem Arbeitsalltag, erklären die Stolperfallen der Suchmaschinenoptimierung und bereiten auf den Ernstfall vor. Denn um eine Linkprofilbereinigung kommt langfristig wohl kaum ein erfolgreicher Webseiten Betreiber herum. Was es bei Reconsideration Request und Co zu beachten gilt und warum Links auch in Zukunft unersetzlich sind, verrät das Top-Team hier. Olga und Christoph von Second Elements linkbird: Hallo Olga, hallo Christoph, wir freuen uns, euch heute im linkbird Interview begrüßen zu dürfen! Dann legt doch am besten gleich mal los… 1. Kurzprofil bestehend aus drei Fragen: Wer seid ihr? Olga Paul

Olga Paul, 33. Head of SEO: Studium Marketing/Wirtschaftspsychologie, Online Marketing Managerin. Vor Second Elements in einem internationalen Telekommunikationskonzern tätig. Bei Second Elements verantwortlich für die Kundenbetreuung, Konzeption, Strategie und Steuerung der SEO-Maßnahmen – vom Auf- und Abbau von Links bis hin zur Contenterzeugung, SEO-Consulting und SEO-Vertrieb.

Christoph Böckmann

Christoph Böckmann, 29. Technical Specialist (SEO): Studium der Wirtschaftsinformatik. Nach dem Studium bei einer internationalen Hilfsorganisation in der strategischen Unternehmenskommunikation tätig. Verantwortlich für all die technischen Fragestellungen der SEO-Kunden, die OnPage- und Linkprofil-Analyse, die Aussteuerung des Backlink- und Content-Aufbaus oder die technische und inhaltliche Optimierung von Webseiten betreffen sowie für SEO-Consulting.

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Was ist deine größte Herausforderung im Arbeitsalltag und wer oder was hilft dir dabei, sie zu meistern?

Olga Paul: Zeitmangel, nützliche Informationen aus Google Tools zu filtern, während Google diese immer weiter verschleiert (Stichworte: neuer Keyword Planer, „Not Provided“ in Google Analytics, minimale Informationen zu den Gründen für manuelle Maßnahmen). Hier hilft der gute und enge Austausch mit Kollegen sowie Informationen aus englisch- und deutschsprachigen SEO Blogs und Websites.

Christoph Böckmann: Die verfügbare Zeit möglichst effizient zu nutzen, um allen Anforderungen und Kunden gerecht werden zu können und jedem die persönliche und individuelle Unterstützung zu gewährleisten, die Kunden bei Second Elements zusteht. Hier helfen Aufgabenteilung in einem Top-Team sowie strukturierte Arbeitsabläufe ggf. mit Tool-Unterstützung.

 

Wenn du das Online Marketing-Unwort des Jahres wählen müsstest – welches wäre das und warum?

Olga Paul: Alle Begriffe, die trotz der Tatsache, dass sie sehr sinnvoll sind, wahnsinnig inflationär verwendet werden und somit in den Unternehmen vom Mittel zum Selbstzweck mutieren – ob Big Data, Content Marketing oder Social Signals.

Christoph Böckmann: Social Signals, da diese so extrem unterschiedlich diskutiert, eingestuft und bewertet werden.

  2. Gibt es im SEO so etwas wie einen Ehrenkodex, Ethik und Moral oder andere ungeschriebene (nicht von Google diktierte) Regeln, über die man sich im Klaren sein sollte? Olga Paul: Keine unrealistischen Erwartungen beim Kunden wecken, keine Experimente mit Kundenseiten ohne dessen Wissen durchführen. Keine Konkurrenz bei Google anschwärzen. Christoph Böckmann: Individuelle Kundenbetreuung und SEO-Optimierung. Die Nachhaltigkeit der Ergebnisse immer vor kurzfristige Erfolge stellen.   3. Wie steht man als SEO zu Google & Konsorten? Wie würdet ihr eure persönliche Einstellung zum Suchkonzern beschreiben? Hassliebe? Ehrfurcht? Oder eher Nervenkrieg? Olga Paul: Kommt auf meine Tagesverfassung an und die aktuellen Rankings unserer Kunden. Prinzipiell halte ich das kommunizierte Bestreben für großartig, durch ständige Verbesserungen des Algorithmus, bessere Ergebnisse für die Suchmaschinennutzer zu erzielen. Trotzdem würde ich mir aber mehr Transparenz und eine bessere Informationspolitik seitens Google wünschen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass Google vergisst, dass hinter all den Webseiten reale Existenzen und auch ein ein riesiger wirtschaftlicher Sektor stehen. Somit trägt Google eine gesellschaftliche Verantwortung, auch wenn ihr (verständliches) Ziel natürlich die Gewinnmaximierung ist. Ich bin mir sicher, dass ein tragfähiger Konkurrent ebenfalls hilfreich wäre. Christoph Böckmann: Hier sollte vielleicht klargestellt werden, dass wir nicht gegen Google arbeiten, sondern mit unseren Kunden zusammen die Webseiten so anreichern und optimieren, dass Sie für die Besucher und Suchmaschinen einen hohen Mehrwert bieten und richtig interpretiert werden können. Natürlich wird es aufwendiger, je stärker Google die Anforderungen anhebt, aber das macht auch den Reiz unserer Arbeit aus.   4. @Olga: Wodurch zeichnet sich für dich Kreativität in der Suchmaschinenoptimierung aus? Olga Paul: Um die Ecke denken, die Sachen anders angehen als die Konkurrenz. Heißt, nicht blind Schema X folgen, sondern auch Eigenes ausprobieren. Das bedeutet auch, zu schauen, was habe ich als Basis, was genau macht mein Kunde, was macht ihn einzigartig, welche Marketingmaßnahmen ergreift der Kunde – auch in der Offline-Welt – und wie können wir diese aufgreifen und für SEO nutzen. Im ersten Schritt schauen wir uns also an, welche Grundlage bringt der Kunde bereits mit – wo kann eine Brücke zu SEO geschlagen werden, wo gibt es Synergiemöglichkeiten. Besitzt der Kunde z. B. bereits besonders viele (nicht gekaufte ;-)) Facebook-Fans? Hat er besondere Beziehungen zu den Meinungsführern der Branche? Gibt es Experten innerhalb des Unternehmens, die besonders hochwertige Inhalte liefern könnten? Konvertiert das Newsletter besonders gut?   5. @Christoph: Wie können wir sicher gehen, dass die Links, die heute aufgebaut werden, nicht morgen schon auf der Black List stehen? Christoph Böckmann: Seriosität, Themenrelevanz und Natürlichkeit sind hier die Schlagwörter. Vermeiden Sie alles, was aus Webseiten-Netzwerken jeglicher Art stammt. Ein Backlink von einer Webseite, die nur besteht, um Backlinks zu erzeugen, wird langfristig zu Problemen führen. Häufig reicht bereits ein schneller Blick ins Impressum, um Agentur- und Netzwerk-Webseiten zu erkennen. Stärken Sie Ihren Brand und Ihre URL und vermeiden Sie, ausschließlich Anchortexte mit Ihren Money-Keywords aufzubauen. Seien Sie skeptisch, wenn sehr schnell und/oder viele Links für wenig Geld angeboten werden. Extrem günstige Angebote im Linkaufbau können nur durch Automatismen und/oder Massenbearbeitung entstehen, wodurch die Qualität extrem leidet. Im Regelfall fällt die vermeintliche Kostenersparnis beim Linkaufbau später wieder auf Sie zurück und verursacht nicht selten erheblichen Schaden (Ranking- und Traffic-Verluste) und hohe Kosten für die nachträgliche Korrektur.
 
Die Best Practices im SEO:
  • sich genau mit dem Kunden und seinen bereits implementierten Maßnahmen aueinandersetzen
  • Synergiemöglichkeiten identifizieren und nutzen
  • beim Linkaufbau Seriösität, Themenrelevanz und Authentizität fokussieren
  • variierende Ankertexte erstellen und nicht nur Money-Keywords verwenden
  • nicht am falschen Ende sparen – kurzfristige Kostenersparnisse können langfristig teuer werden
  • das Backlinkprofil mit Hilfe eines SEO Management Tools kontinuierlich monitoren
6. Was genau unterscheidet einen „schlechten“ Link von einem „guten“ und wie finde ich die schädlichen Links überhaupt? Olga Paul: Ein Link darf nicht sinnbefreit gesetzt sein, muss Themenrelevanz besitzen und natürlich sein oder wirken. Authentizität ist hier das Stichwort. Es existieren einige gute Tools, die die Backlinks vorher nach dem Algorithmus vorbewerten, aber um eine manuelle Bewertung kommt man leider nicht herum. Backlinkstruktur, Alter und DomainAuthority, gehört die Seite zu einem Netzwerk oder ist sie bestenfalls privat geführt, alles Faktoren, die geprüft werden müssen, will man schlechte Links von guten unterscheiden. Dabei entdeckt man auch wahre Perlen von Webseiten, die bei uns in der Agentur oft für Erheiterung sorgen und wir uns fragen „Kann nicht einer, verdammt noch mal, dieses Internet aufräumen?“ Christoph Böckmann: Ein Link ist schlecht für eine Webseite, wenn er von einer unseriösen Webseite stammt, keinen Themenbezug hat und dazu beiträgt das Backlinkprofil einseitig zu gestalten. Auch eine falsche Verwendung bzw. ein falsches Verhältnis von Follow/Nofollow kann schädlich sein. Um schlechte Backlinks zu finden, hilft es nur, alle Backlinks zu betrachten. Es gibt eine ganze Reihe an SEO-Tools, über die man die bestehenden Backlinks aufgelistet bekommt. Es ist jedoch zu empfehlen, mehrere Quellen zu nutzen und die Links zusammen zu fassen, da nur so möglichst viele der bestehenden Backlinks erfasst werden können. Betrachtet man den Link und die Webseite sollte man sich fragen, wie seriös die Webseite ist. Ein Blick ins Impressum hilft häufig. Hat das Thema der Webseite einen Bezug zum Inhalt meiner Webseite? Hat diese Webseite eventuell selbst eine Abstrafung erhalten? Betreibt die Seite Link-Spam oder besteht Sie zu einem großen Teil nur aus Werbung?   7. Wie oft sollte ich eine Linkprofilbereinigung vornehmen? Reicht Frühlingsputz ein Mal im Jahr, ist ein halbjährlicher Zahnarztbesuch nötig oder doch eher tägliche Körperhygiene? Olga Paul: Meine persönliche, wenn auch wohl momentan eher kontroverse Meinung ist: ”If it’s not broken, don’t fix it”. Nichtsdestotrotz sollte man sein Linkprofil kennen und die schlimmsten Linksünden aus der Vergangenheit entfernen. Denn auch wenn sie (noch nicht) schaden, nützen tun sie auch nichts. Dies gilt gerade für Branchen mit stark umkämpften Keywords. Ebenfalls sollte man die neu indizierten Links seiner Webseite immer im Auge behalten, alleine um Unregelmäßigkeiten rechtzeitig erkennen zu können. Christoph Böckmann: Achten Sie auf Signale in den Webmaster-Tools und haben Sie regelmäßig ein Auge auf die Entwicklung Ihrer Rankings. Ein festes Intervall ist nicht sinnvoll, da Suchmaschinen Ihre Suchalgorithmen auch nicht in festen Intervallen ändern und manuelle Maßnahmen / Abstrafungen aktiv behoben werden sollten, sobald diese auftreten. Grundsätzlich sollte man seine Maßnahmen zur Linkgenerierung immer auf Seriosität überprüfen und die bisherigen Maßnahmen objektiv betrachten und ggf. auch infrage stellen.   8. Was ist der Unterschied zwischen einer manuellen und einer algorithmischen Penalty? Wie lässt sich feststellen, welcher Fall bei mir zutrifft und wie reagiere ich dann angemessen? Olga Paul: Eine manuelle Penalty erkennt man an den Google Webmaster Tools – da kann jeder unter Suchanfragen -> Manuelle Maßnahmen nachschauen. Hier heißt es definitiv: Linkprofilbereinigung und einen Reconsideration Request stellen und zwar so schnell wie möglich. Eine manuelle Penalty wird nicht von alleine aufgehoben und die Rankings erholen sich erfahrungsgemäß ebenfalls nicht. Eine algorithmische Penalty ist etwas schwieriger zu erkennen. Ist man beispielsweise von einem Pinguin Update betroffen, kann man dies oft anhand eines plötzlichen Rankingabsturzes und dem Verlust der Sichtbarkeit erkennen. Ist man bei Google erstmal in einem Filter drin, heißt es, die schlechten Links abzubauen und dann leider geduldig zu sein. Aus diesem Filter kommt man erfahrungsgemäß erst mit einem nachfolgenden Update raus. Rutschen die Rankings ab und ist OnPage alles in Ordnung, würden wir ebenfalls raten, das Linkprofil zu bereinigen, denn es ist auch ohne ein Penguin Update möglich, dass man in einer der ständig stattfindenden kleinen Algorithmusänderung hängen geblieben ist. Christoph Böckmann: Für einen algorithmischen Penalty gibt es keine Benachrichtigung. Sollten die Rankings und somit auch die Website-Sichtbarkeit innerhalb kurzer Zeit sehr stark abfallen (ähnlich eines Aktienabsturzes), so überprüfen Sie die Webmaster-Tools und bekannten Portale der SEO-Szene. Den Webmaster-Tools kann man entnehmen, ob eine manuelle Maßnahme ausgeschlossen werden kann (Suchanfragen – Manuelle Maßnahme). Auf den bekannten SEO-Portalen erfahrt man zudem innerhalb sehr kurzer Zeit, ob ein Penguin- oder Panda-Update von Google vorliegt. Sollte dies nicht der Fall sein, stellen Sie sicher, dass keine technischen und inhaltlichen Änderungen an Ihrer Webseite oder dem Server vorgenommen wurden.   9. Wann ist es sinnvoll, einen Reconsideration Request durchzuführen? Was sollte dabei dringend beachtet werden? Olga Paul: Natürlich sobald eine manuelle Penalty vorliegt. Dies ist zwingend notwendig. Für das Anschreiben an das Google Webspam Team sollte man sich dann Zeit nehmen, Sünden beichten und sich entschuldigen. Wichtiger Tipp: Google kann bis zu 48 Stunden benötigen, um eine Disavow Datei zu verarbeiten. Es ist daher ratsam, mit dem Abschicken des Reconsideration Requests zwei Tage zu warten. Ansonsten kann es sein, dass der Google Mitarbeiter mit der noch nicht aktualisierten Datenbasis arbeitet und der Reconsideration Request daher abgelehnt wird. Christoph Böckmann: Sobald eine manuelle Maßnahme in den Webmaster-Tools vorliegt, sollte die Backlinkbereinigung starten. Also möglichst keine Zeit verlieren, denn die Zeit wird benötigt. Zum einen, um die Links sorgfältig zu bewerten, und zum anderen für die manuelle Kontaktaufnahme mit den jeweiligen Webseitenbetreibern zur Linkentfernung/-anpassung. Erst wenn die Links durchgearbeitet wurden, die Webseitenbetreiber kontaktiert sind, die Anpassungen vorgenommen wurden, die eigene Arbeit entsprechend dokumentiert ist und alle nicht entfernbaren, aber schädlichen Backlinks in das Disavow Tool geladen wurden, ist es sinnvoll, den Reconsideration Request zu stellen. Dabei muss ausführlich erläutert werden, was genau an Säuberungen nach bestem Wissen und Gewissen durchgeführt wurde und was das Ergebnis der Bemühungen ist. Zu beachten ist, dass die Disavow Datei möglichst 48 Stunden vor Absenden des Requests hochgeladen wird und die eigenen Maßnahmen und Ergebnisse zur Säuberung des Backlinkprofils ausführlich dargelegt werden. Ein Zweizeiler ist hier fehl am Platz. Das Webspam Team muss erkennen, dass man sich ernsthaft und ausgiebig mit dem Problem auseinandergesetzt hat. Denken Sie daran, dass Sie in diesem Fall direkt mit einem Menschen schreiben und kein automatisierter Prozess angestoßen wird. Versuchen Sie, sich nicht in Ausreden zu flüchten. Es geht nicht darum, einen Schuldigen zu finden oder sich selbst als Opfer darzustellen, sondern das bisher schlechte Backlinkprofil so gut es geht nach den Richtlinien von Google zu korrigieren.
 
Das muss im Falle einer Penalty getan werden:
    • zwischen manueller und algorithmischer Penalty unterscheiden (Google Webmaster Tools und bekannte SEO Portale konsultieren)
    • Bei manueller Penalty: Linkprofilbereinigung und schnellstmöglich einen Reconsideration Request stellen
      1. Links sorgfältig bewerten
      2. Webseiten-Betreiber manuell kontaktieren
      3. Linkanpassungen vornehmen (lassen)
      4. die eigene Arbeit dokumentieren
      5. schädliche, aber nicht zu entfernende Links ins Disavow Tool laden
      6. circa zwei Tage später Reconsideration Request starten
      7. Maßnahmen und Ergebnisse der Linkprofilbereinigung ausführlich darlegen
 
    • Bei algorithmischer Penalty: schlechte Links abbauen und dann geduldig sein
10. Woher weiß ich, dass nicht andere schädliche Links für meine Seite aufgebaut haben und ich Opfer einer BlackHat SEO-Attacke geworden bin? Kann ich mich gegen so etwas präventiv schützen? Olga Paul: Monitoren der Links – über SISTRIX, Webmaster Tools, linkbird etc. Ist ein starker Link-Anstieg zu verzeichnen? Verlinken Top Level Domains aus Ländern, mit denen ich nichts zu tun habe? Gibt es ungewöhnliche Referral-Seiten in Google Analytics? Dann sollte man der Sache auf den Grund gehen. Prävention: Je sauberer und ordentlicher das eigene Linkprofil ist, desto eher erkennt Google Black Hat Maßnahmen auch als solche und wird sie bei der Bewertung (zumindest eine Zeit lang) vernachlässigen. Christoph Böckmann: Einen präventiven Schutz in Form einer Anti-Blackhat-Software gibt es nicht. Hier ist es nur möglich, wichtige Kennzahlen im Auge zu behalten und sich bei starken Schwankungen genauer damit zu beschäftigen. Malware würde zum Beispiel von Google in den Webmaster-Tools notiert werden. Bezogen auf Links sollten Sie Ihr Linkprofil grob kennen. Viele neue Links in kurzer Zeit aus dem Ausland oder von Linkfarmen könnten auf eine Blackhat-SEO-Attacke hinweisen. Die Praxis zeigt jedoch, dass dieses deutlich seltener der Fall ist, als dass man sich durch eigene Maßnahmen unbewusst selbst geschadet hat.   11. Warum ist ein SEO Management Tool sinnvoll? Welche Vorteile bietet euch linkbird in der täglichen Arbeit? Welche Prozesse könnt ihr im Tool abdecken? Olga Paul: Die Koordinierung der Linkbuildingmaßnahmen für unsere Kunden und die unterschiedlichen Abteilungen wurde bei uns durch linkbird deutlich vereinfacht und übersichtlicher gestaltet. Gleiches gilt für die Verwaltung von Links. Christoph Böckmann: Es vereinfacht die fest etablierten internen Arbeitsabläufe im normalen Alltag. Es hilft dabei, Daten sauber zu sammeln und schnell aufbereitet abrufen zu können. linkbird hilft uns bei der Recherche nach möglichen Linkquellen und der Steuerung und Dokumentation unseres Backlinkaufbaus.

linkbird Link Overview

Mit linkbird lassen sich Links ganz einfach überwachen und evaluieren. So kann ein ausgewogenes Backlinkprofil aufgebaut werden.

  12. Welche Linkart ist eurer Meinung nach die Effektivste und Langlebigste? Olga Paul: Die guten alten Authority Links. Christoph Böckmann: Links von fest etablierten Webseiten und Portalen wie Spiegel, Focus, Wikipedia, Computerbild usw. – die Authority Links.   13. Werden Links irgendwann in der Zukunft dennoch ganz aus dem Suchalgorithmus verschwinden? Olga Paul: Ich bezweifele das. Wenn zwei vergleichbare Webseiten brillant OnPage optimiert sind und über guten Content verfügen, welche soll Google dann vorziehen? Die Referenzen und Verweise, wie sie aus dem Universitätsumfeld kommen und Grundidee des Netzes waren, wird es geben, solange es das Internet gibt. Google wäre fahrlässig, diese nicht zu nutzen. Zudem spricht auch das für viele überraschende neuste PageRank Update dagegen. Trotz eines zuvor gegensätzlichen Statements seitens Google wurde das PageRank Update zum Jahreswechsel ausgerollt. Außerdem ist auszuschließen, dass Google und Facebook Freunde werden und Social Signals Backlinks komplett ersetzen. Christoph Böckmann: Die Weiterentwicklung von Suchmaschinen erfolgt aktuell sehr schnell, dennoch halte ich es vorerst für ausgeschlossen, dass Links in den nächsten Jahren aus dem Suchalgorithmus verschwinden. Hierfür fehlt es einfach an passenden nicht-manipulierbaren Alternativen. Durch die Hinzunahme von vielen weiteren Einflussfaktoren in den Algorithmus haben Backlinks sicherlich an Einfluss verloren, ihre Bedeutung bleibt jedoch auch zukünftig sehr hoch.

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Fenja Villeumier

Fenja Villeumier

Fenja Villeumier ist Inbound Marketing Managerin bei der linkbird GmbH in Berlin. Sie begleitet das Content Management in allen Facetten von der Themenfindung, Konzeption, Produktion bis hin zum Seeding. Ihre Lieblingsbeschäftigungen sind Lesen, Reisen und Fotografieren.

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